
ZUR KUNST DES REISENS ...
Das Reisen gehörte schon immer zu den Sehnsüchten des Menschen. An Motiven fehlte es damals, wie auch heute nicht. So ist es für manche der Erholungsurlaub, die totale Entspannung in südlicher Sonne, um Körper, Geist und Seele wieder in Harmonie zu bringen. Für andere wieder die Sehnsucht nach dem Nichtalltäglichen, dem Neuen, dem Entdecken fremder Kulturen, Menschen und Landschaften.
Um Jean Jacques Rousseau (+ 1778) zu zitieren: „Niemals habe ich soviel gedacht, niemals so richtig gelebt, nie bin ich so, ich selbst gewesen, wie auf Reisen. Wenn ich am gleichen Fleck bleibe, kann ich nicht denken. Es ist notwendig, dass mein Körper sich bewegt, um meinen Geist zu bewegen. Der Blick auf die Landschaft, der Reigen lieblicher Aussichten, die freie Luft, die Abschüttelung all dessen, was mich in Abhängigkeit hält, weitet meine Seele und macht mich kühn im Denken.“
Oder Wilhelm Busch (+ 1908): „Viel zu spät begreifen viele, die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur, darum Mensch, sei zeitig weise - Höchste Zeit ist’s ! - Reise, reise!“
Auch Peter Rosegger (+ 1918) lobte die Vorzüge des Reisens in die weite Ferne: „Einen besonderen Rat will ich Dir geben, für den Du mir oft mit Jubel danken wirst. Spare für Fernreisen! Wenn Du auch noch so schmal gehalten wirst, so ring Dir, wenn Du willst, jeden Tag ein Scherflein ab, ohne dass Du deshalb darben musst. Aus diesem kleinem, täglichen Scherflein erwachsen die herrlichsten Tage und Wochen.“
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